Aus der Krise hilft nur Grün - Bundestagswahlprogramm 2009:
Bildung statt Beton
Investitionen in Bildung sind für uns nicht nur solche in Gebäude und Ausstattung, sondern auch in mehr hochqualifiziertes Personal.
Der Zugang zu Bildung ist eine zentrale Gerechtigkeitsfrage. Unser Bildungswesen bietet den meisten Kindern keinen optimalen Start ins Leben und blockiert die Entwicklung vieler junger Menschen. Herkunft und Geldbeutel der Eltern entscheiden allzu häufig über Bildungschancen. In keinem anderen Land ist der Bildungserfolg derart von der sozialen Herkunft abhängig wie bei uns.
- Wir wollen die Blockaden auflösen und eine durchlässige Gesellschaft, in der Kindern und Jugendlichen, mit und ohne Behinderung, die Welt offen steht, in der sie ihre Interessen verfolgen und Berufswege frei wählen können.
- Wir brauchen einen grünen Neuen Gesellschaftsvertrag, der mit guter Bildung Chancen und Perspektiven schafft, anstatt Bildungsarmut immer weiter zu verfestigen.
- Bildung made in Germany muss ein Qualitätssiegel für optimale Lernbedingungen werden.
- Wir brauchen eine Bildungsoffensive für mehr Chancengleichheit in unserem Land.
- Bildung soll grenzenlos sein! Wir wollen europaweite Mobilität in der Bildung um interkultureller Kompetenzen systematisch zu fördern.
- Bessere Bildung ist zentral für die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und Wissenschaft. Um dabei die Grundlagen für die Zukunftsfähigkeit zu legen, umfasst Bildung für uns deswegen immer auch Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Forschung: Die Welt von morgen heute denken
Wissenschaft und Politik stehen vor der Herausforderung, Antworten auf gesellschaftliche, ökologische und ökonomische Fragestellungen auch mit Blick auf zukünftige Generationen zu finden. Wir brauchen ein leistungsstarkes Wissenschaftssystem mit attraktiven und verläßlichen Zukunftsperspektiven für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und Forschung und Lehre.
- Wir brauchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die sich ihrer ethischen Verantwortung bewusst sind und verpflichtet fühlen.
- Der Anteil der Mittel für Forschung und Entwicklung muss endlich die seit Jahren zugesagten drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts erreichen. Mit 2,5 Prozent ist Deutschland noch weit von diesem Ziel entfernt.
Akademische Laufbahnen sind kaum planbar, haben ein Risiko langer Phasen prekärer Beschäftigung und sind oft nur schlecht mit Familie vereinbar. Wissenschaft als Beruf muss attraktiver werden. Wir setzen uns für eine gute Mischung aus befristeten und unbefristeten Stellen im wissenschaftlichen »Mittelbau« ein. - Wir wollen dafür sorgen, dass aus Abwanderung der Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftler eine internationale Mobilität in alle Richtungen wird und der Wechsel zwischen Wissenschaft und Wirtschaft leichter geht. - Dass es nach wie vor viel weniger Professorinnen als Professoren gibt, sehen wir als Auftrag für konsequente Frauenförderung – auch und gerade an der Spitze der Hochschulen.
Grundlagenforschung in allen Wissenschaftsdisziplinen ist die zentrale Basis für Innovationen und Fortschritt. Grundlagenforschung muss daher eine wesentliche Säule der öffentlichen Forschungsförderung bleiben. Der Schwerpunkt öffentlicher Forschungsförderung liegt für uns auf der Grundfinanzierung von Forschungseinrichtungen und in der wettbewerblichen
Programmförderung.
Unsere Gesellschaft steht vor großen Herausforderungen. Wir brauchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die Antworten auf diese Herausforderungen suchen.
Dafür muss Wissenschaft frei denken können und sich zugleich ihrer Verantwortung für eine lebenswerte Welt, eine offene Gesellschaft und eine faire und nachhaltige Wirtschaft bewusst sein.










