Zukunftsfähigkeit statt Risikopolitik

Die Potenziale aller regenerativer Energiequellen müssen genutzt werden, hier liegt die Stärke in der Dezentralität und in der Kombination. Sonne, Wind, Wasser und Biomasse müssen dort wo vorhanden genutzt werden.

Die Unabhängigkeit kann nur gesteigert werden in dem wir die eigenen Quellen nutzen, Energie sparsam und effizient verbrauchen und unsere Technologie und unser Know How wirtschaftlich nutzen.

 


 



Die Atomenergie ist keine Lösung, denn sie ist die teuerste Energie, die wir nutzen, die Gewinne der Stromkonzerne müssten längst mit den Subventionen (Forschung, Steuerbefreiungen, etc.) und den enormen Umweltkosten verrechnet werden.

Die Kernenergie ist gefährlich, denn unsere Reaktoren sind alt, werden immer störanfälliger und sind überhaupt nicht geschützt gegen Unglücke und terroristische Angriffe.

Der Atommüll ist über viele Jahrhunderte, -tausende hoch gefährlich; es ist überhaupt keine Lösung der sogenannten „Endlagerung“ in Sicht, im Gegenteil hier wurden die BürgerInnen belogen und betrogen (z.B. Asse).

Die Gewinne werden privatisiert und die Kosten sozialisiert. Die Uranvorkommen sind begrenzt und sind schneller zu Ende als Öl und Gas. Der Uranabbau ist energieintensiv und mit erheblichen CO2-Emissionen verbunden, die immer verleugnet werden.

Die zivile Nutzung der Atomkraft gehört genauso wie Militärische zu den größten Fehlern der Menschheit, denn sie wird unsere Kindern und Kindeskindern noch in Jahrhunderten gefährden und Probleme sowie enorme Kosten verursachen.


Leopold Kohr (1909-1994):

"Wenn wir ohne Kern-Energie leben wollen, brauchen wir kleinere Gesellschaften, weniger Menschen. Das heißt nicht, Menschen auszurotten, sondern die Menschen in kleinere Organisationen wieder zusammen zu fassen, deren Nähe es nicht notwendig macht, soviel Energie zu verschwenden, nur um uns zu treffen."

 

Leopold Kohr erhielt 1983 den "Alternativen Nobelpreis" für seinen frühen Anstoß zur Rückbesinnung auf das menschliche Maß. Der Ursprung des berühmten Slogan "Small is beautiful" wird Leopold Kohr zugeschrieben und beschreibt die Stärke der überschaubaren Strukturen sowie den Irrweg der Gigantomanie, wie sie in der monopolistischen Nutzung der Atomkraft zu sehen ist.

Die Zukunft liegt in der dezentralen, überschaubaren Nutzung aller regenerativen Energiequellen.

Nur wer möglichst direkt an der Erzeugung, an der Produktion der Energie beteiligt ist, wird den Wert schätzen und auch sehr sparsam mit dieser Energie umgehen.

Deshalb müssen, wie beim Strom bidirektionale Versorgungsnetze auch für andere Energieträger (Gas, Biogas,...) und andere Energieformen (z.B. Wärme) aufgebaut werden.

 

Aus der Krise hilft nur Grün - Bundestagswahlprogramm 2009:

  1. "Nach dem Atomausstiegsgesetz werden in der kommenden Legislaturperiode bis zu sieben Atomkraftwerke abgeschaltet. Alte, besonders riskante Meiler wollen wir vorzeitig vom Netz nehmen."
    (S.21)
  2. Atomkraft - Nein Danke: "Mit uns gibt es kein zurück in diese gefährliche Risikotechnologie. Nur BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sind dafür die verlässliche politische Kraft! Wir setzen den Atomausstieg ohne Wenn und Aber fort."
    (S.65)
  3. "Es ist eine Lüge, dass Atomkraft den Strom billiger macht. Es stimmt auch nicht, dass der Ausstieg eine »Stromlücke« schafft. Die leidige Diskussion um Laufzeitverlängerung ist reiner Machtpoker von E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall. Diese vier Konzerne verdienen sich schon heute mit ihren abgeschriebenen und veralteten Kraftwerken eine goldene Nase, während sie zugleich die Strompreise erhöhen. Jeder Tag Verlängerung bedeutet für sie bares Geld, eine Million Euro am Tag für jedes AKW, aber für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet er weniger Sicherheit."
    (S.65)
  4. "Die Sonderrechte und Subventionen für die Atomindustrie müssen endlich abgeschafft werden. Die Begrenzung der Haftpflichtversicherung für Atomkraftwerke ist nicht akzeptabel. Zusätzlich zum Sozialen- und Gesundheitsrisiko trägt die Bevölkerung aktuell auch 99 Prozent des finanziellen Risikos einer Atomkatastrophe.  Wer den Ausstieg will, muss GRÜN wählen."
    (S.67)
  5. "Die Wende zu einer klimafreundlichen und schadstoffarmen Energiepolitik gelingt nicht mit dem Bau neuer Kohlekraftwerke. Neue Kohlekraftwerke blockieren ebenso wie eine Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken den notwendigen Ausbau der Erneuerbaren Energien und der hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplung."
    (S.67)
  6. Über Energieeffizienz wurde in den letzten vier Jahren viel geredet – passiert ist fast nichts. Der Stromverbrauch steigt immer noch jährlich weiter an. Dabei ist klar: Jede eingesparte Kilowattstunde spart Kosten und schont das Klima. Wir wollen, dass die Versorgungsunternehmen zu Energie-Dienstleistern werden, die nicht durch Masse, sondern durch Klasse verdienen.