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Grüne für Regionalstadtbahn

Wenn es nach dem Willen der Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen geht, sollte ein neuer Anlauf unternommen, um das Konzept Regionalstadtbahn Salzburg Bayern Österreich auf absehbare Zeit umzusetzen.

Wenn es nach dem Willen der Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen geht, sollte ein neuer Anlauf unternommen, um das Konzept Regionalstadtbahn Salzburg Bayern Österreich auf absehbare Zeit umzusetzen. Nach Ansicht von Grünen-Kreistagsfraktionschef Dr. Bartl Wimmer wäre die Umsetzung dieses Konzeptes ein Meilenstein zur Verbesserung des Angebotes im Bereich ÖPNV. Wie Wimmer anlässlich einer Sitzung der Grünen-Kreistagsfraktion berichtete, wären andere Regionen in Deutschland bei der Umsetzung ähnlicher Konzepte schon viel weiter. So sei die Regionalstadtbahn Karlsruhe seit vielen Jahren ein Erfolgsmodell. Es sei gelungen, das ÖPNV-Angebot rund um Karlsruhe und weit über die Region Karlsruhe hinaus deutlich zu verbessern. Wegen des großen Erfolges dieses Konzeptes solle demnächst auch im Großraum Reutlingen /Tübingen ein Regionalstadtbahnkonzept umgesetzt werden. Im Großraum Freiburg / Breisgau werde derzeit ein S-Bahnsystem ausgebaut, in Stuttgart und Mannheim werden ebenfalls Stadt- und S-Bahn ausgebaut. Ein weiterer wichtiger Schritt zur Verbesserung des ÖPNV-Angebotes vor Ort wäre nach Meinung Wimmers die Etablierung eines grenzüberschreitenden Verkehrsverbundes zwischen Salzburg und dem Berchtesgadener Land. Das forderten Bündnis 90/Die Grünen bereits seit vielen Jahren. Auch hier wären andere Regionen in Deutschland bereits viel weiter. So werde zum Beispiel aktuell in Zusammenarbeit zwischen Baden-Württemberg, der Schweiz und Frankreich ein S-Bahn Verkehrsverbund rund um den Großraum Basel verwirklicht. Die beteiligten Länder und Kommunen hätten zur Umsetzung einen Zweckverband gegründet. Im Großraum Aachen gebe es bereits seit vielen Jahren einen gut funktionierenden grenzüberschreitenden Verkehrsverbund. Es sei nicht einzusehen, weshalb solche Konzepte anderswo funktionierten, in der Region Salzburg/Berchtesgadener Land aber nicht vorangebracht werden könnten, so Wimmer abschließend.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt befasste sich die Grünen-Kreistagsfraktion mit der gescheiterten Olympiabewerbung von Graz und Schladming. Grünen-Kreisrat Edwin Hertlein zeigte sich verwundert, dass noch Anfang diesen Jahren viel öffentliches Tamtam um eine erneute Beteiligung der Kunsteisbahn am Königssee an dieser Bewerbung gemacht worden wäre. Das Scheitern sei aber von den damaligen Befürwortern mit nahezu völligem Schweigen bedacht worden. Er hoffe, dass ein Nachdenken unter den Befürwortern einsetze, unter welchen Rahmenbedingungen die Durchführung von olympischen Spielen Sinn mache. Nach der nunmehr, wenn er richtig gezählt habe, siebten gescheiterten Bewerbung des Berchtesgadener Landes sei eine kritische Bestandsanalyse längst überfällig. Solange das IOC gegenüber den Veranstaltungsorten mit sittenwidrigen Knebelverträgen arbeite, sei aus seiner Sicht eine Bewerbung auf jeden Fall abzulehnen.

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