Politische Ziele

Ländliche Räume zukunftsfähig gestalten

Lebenswerte Städte, attraktives Land: Menschen entscheiden selbst, ob sie lieber in der Stadt oder auf dem Land leben. Gutes Leben muss überall möglich sein. Ländlichen Räume sollen attraktiv und gut angebunden sein, Ortszentren mit Leben erfüllt, mit Einkaufsmöglichkeiten und Treffpunkten.

Denn: Jede und jeder soll gleiche Chancen haben, unabhängig davon, wo sie in Bayern leben.

Die Zukunft des ländlichen Raums sind junge Menschen. Ich will, dass sie gut und gerne dort hier leben, dass es eine Vielfalt an Wohnformen, Arbeits-und Ausbildungsplätzen gibt und diese gut erreichbar sind. Ich will auch auf dem Land Raum für Gründungen und innovative Ideen schaffen und ein modernes Kultur- und Freizeitangebot fördern.

Die Schule im Dorf, die erreichbare Krippe, die Kindertagesstätte und der Hort sind für viele Familien ein entscheidendes Argument, auf dem Land zu bleiben oder auf das Land zu ziehen. Mein Ziel ist es, vor allem die kleinen Grundschulen zu erhalten nach dem Motto „kurze Beine – kurze Wege“.

Große Herausforderungen für das Leben in ländlichen Räumen sind Mobilität und Versorgung. Ich will Alternativen zum Auto und Verbindungen im Stundentakt.

Schnelles Internet ist für die Lebensqualität und als Standortfaktor für Unternehmen gleichermaßen wichtig. Der Anschluss an das Datennetz ist wie die Wasserversorgung eine Frage der Daseinsvorsorge. Jedes Haus in Bayern soll einen Glasfaseranschluss bekommen. Nur diese moderne Technologie ist in der Lage, die Anforderungen an ein modernes Datennetz zu erfüllen.

Wir brauchen eine verlässliche Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum, genügend Haus-und Fachärzt*innen, ausreichend Apotheken, eine dezentrale Geburtshilfe sowie eine schnell erreichbare stationäre Grundversorgung.
In immer weniger Dörfern gibt es ein Lebensmittelgeschäft. Dorfläden in Eigeninitiative engagierter Bürger*innen sind echte Alternativen und gleichzeitig Treffpunkte. Ich will fördern, was die Menschen vor Ort brauchen, nicht, was zufällig in die Förderrichtlinien passt. Ich will die regionalen Planungsverbände stärken - mehr Geld, mehr Personal, mehr Zuständigkeiten. Sie können interkommunale Zusammenarbeit unterstützen, aufreibenden Konkurrenzkampf zwischen den Gemeinden verhindern und für eine nachhaltige, flächensparende Entwicklung in der Region sorgen.

Artenvielfalt fördern – Bienen schützen

Wenn wir weiterhin gesund und gut essen wollen, müssen wir Diejenigen schützen und fördern, die eine nicht zu ersetzende Leistung für uns erbringen: unsere Bienen und Wildbienen. „Ubi apis, ibi salus“ beschreibt ein altrömisches Sprichwort die Bedeutung der Bienen für die Menschen. „Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit“. Mensch und Honigbiene leben seit Jahrtausenden in enger Verbindung. Hören wir von „Bienen“, denken wir in erster Linie an unsere Honigbiene, kaum an Hummeln oder gar die „Gehörnte Mauerbiene“. Allein 514 Bienenarten leben aber noch in Bayern. Sie sind allesamt Bestäubungsspezialisten, die meisten sind uns unbekannt, aber sie sind alle „systemrelevant“.

Keine Frage, die Honigbiene leistet viel, sie ist die einzige Bienenart, die uns Honig oder Propolis ernten lässt. Sie gilt deshalb als eines unserer wichtigsten Nutztiere. Als Bio-Imker will alle Wildbienen und Insekten fördern, weil ich weiß, dass deren Bedeutung für die Bestäubungsleistung bislang unterschätzt wird.

Nicht „entweder oder“, sondern „sowohl als auch“, denn wir brauchen sie alle!

Veränderungen in der Landnutzung und die zunehmende Intensivierung rauben den Bienen und Insekten Nahrung und Lebensraum, Agrargifte schwächen ihre Gesundheit. Das müssen wir ändern! Um den Artenschwund zu stoppen und unsere oberbayerische Landschaft wieder vielfältiger zu gestalten, müssen wir schnell umdenken und jetzt handeln. Ich kämpfe weiter auf allen Ebenen für ein generelles Verbot von Neonicotinoiden, Glyphosat und anderen Giften, denn sie treffen immer auch unsere Nützlinge. Weniger ist eindeutig Mehr.

Unsere Wälder bewahren und entwickeln

Bayern ist ein Waldland. Naturgemäße Waldwirtschaft und ökologische Holznutzung sind für eine nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raumes und für die Wertschöpfung in der Region besonders wichtig. Der Klimawandel zwingt uns, unsere Wälder rasch in artenreiche Mischwälder umzuwandeln. Das ist vor allem für viele Eigentümer*innen mit kleinem Waldbesitz eine große Aufgabe. Damit der Waldumbau gelingen kann, setze ich mich dafür ein, dass der geltende Grundsatz „Wald vor Wild“ flächig umgesetzt wird. Die natürliche Waldverjüngung muss in jedem Fall möglich sein, sie ist die Voraussetzung, um standortgemäße stabile Wälder zu entwickeln.

Ich will mehr Fördergelder bereitstellen und die Beratung intensivieren, damit neue Bewirtschaftungs-konzepte auch den Ansprüchen des Natur- und Artenschutzes gerecht werden.

Unsere heimischen Tier-und Pflanzenarten brauchen intakte Lebensräume, Wälder sind auch Lebens- und Rückzugsraum vieler Tier- und Pflanzenarten.
Buchen- und Auwälder sowie die Bergwälder im Alpenraum gehören zu den besonders schützenswerten Lebensräumen. Bayern trägt hier national und international eine hohe Verantwortung. Deshalb will ich mich für die Ausweisung weiterer Nationalparke einsetzen. Die positiven Erfahrungen aus dem Nationalpark Berchtesgaden sowie des Bayerischen Waldes zeigen, dass Großschutzgebiete eine besondere Wirkung entfalten und deshalb eine sehr hohe Akzeptanz in der Bevölkerung entwickeln.

Holz - regional mit Zukunft

Mit dem Waldumbau verändern sich auch Holzarten, Erntemengen und Holzqualitäten. Ich will die Forschung, Entwicklung und Ausbildung ausweiten und fördern. Die Innovationskraft der mittelständischen holzverarbeitenden Betriebe, gerade auch für Holz als Baustoff der Zukunft möchte ich stärken.

Holz ist dann ökologisch und ökonomisch besonders wertvoll, wenn es einer Kaskade gleich verschiedene Nutzungen durchlaufen kann. Zuerst in hochwertigen und langlebigen Produkte veredelt und am Ende als Energieträger genutzt ist eindeutig Mehr.